Kiel Marine Science

Deutsche Meeresforschung trifft sich in Kiel

09.05.2018

Festsymposium und Schiffstaufe in Gedenken an den Meeresgeologen und Visionär Eugen Seibold

Teaser deutsche Meeresforschung

Zu Ehren von Eugen Seibold, der maßgeblich zur Entwicklung der deutschen Meeresforschung beitrug, findet am 11. Mai 2018 in Kiel ein hochrangig besetztes Festsymposium statt. Denn Prof. Dr. Eugen Seibold, der Generationen von Meereswissenschaftlern ausgebildet und geprägt hat, wäre in diesem Jahr 100 Jahre alt geworden. Ein Highlight im Anschluss dieser besonderen Veranstaltung: Die neue Hochsee-Forschungsyacht des Mainzer Max-Planck-Instituts für Chemie wird auf den Namen des bekannten Wissenschaftlers getauft. Hier weiterlesen

Eugen Seibold, in Kiel als Professor und Direktor des Geologisch-Paläontologischen Instituts und Museums bekannt und geschätzt, gilt als Begründer der modernen marinen Geowissenschaften. Bereits 1958 wurde Seibold an die Universität Kiel berufen, ab 1964 wurde er zum ersten Dekan der damals noch jungen Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät gewählt. Gemeinsam mit dem Meereskundlichen Institut setzte er den Bau des ersten modernen Forschungsschiffes nach dem Krieg durch. Gerade rechtzeitig fertiggestellt, übernahm Seibold mit der „Meteor“ bei der „International Indian Ocean Expedition“ die Expeditionsleitung für den Teilabschnitt des Persischen Golfs. Weitere Ausfahrten mit der „Meteor“ folgten, ebenso die Expeditionsleitung des „Deep-Sea Drilling Projects“ auf dem Bohrschiff „Glomar Challenger“. Seibold verfasste Bücher und Kapitel in Lehrbüchern, beispielsweise wirkte er bei der Weiterentwicklung der „Sea Floor Spreading“- Theorien mit, aus denen die globale Plattentektonik entwickelt wurde. Das Wissen über marinegeologische Zusammenhänge wuchs schnell in den Jahren seiner Tätigkeit. Bereits früh wurde Seibold in internationale Gremien eingeladen und hat durch seine Tätigkeit der deutschen Meeresforschung neue Möglichkeiten eröffnen können. 

In diesem Jahr wäre Eugen Seibold 100 Jahre alt geworden. Ihm zu Ehren wird ein hochkarätig besetztes Festsymposium in Kiel veranstaltet. Im Zuge des Symposiums wird zudem die Hochseeyacht des Mainzer Max-Planck-Instituts für Chemie getauft. Der besondere Zusammenhang: Seibold, als weithin bekannter Meeresgeologe, ist Namensgeber für die 22 Meter lange Segelyacht. Die „Eugen Seibold“ wird, für die besonderen Forschungszwecke ausgerüstet, zur Untersuchung von Wechselwirkungen zwischen Atmosphäre und Ozean eingesetzt. In den oberen 1.000 Metern der Meere sowie der direkt darüber liegenden Luftschicht können mithilfe der Hightech-Forschungsyacht kontaminationsfreie Messungen durchgeführt werden. Das Schiff ist mit einem Hybridmotor ausgestattet, zudem ist der Glasfaserrumpf mit einem auf Keramik basierten Material beschichtet, sodass eine Verunreinigung der Proben durch Farbreste verhindert wird. In einem Reinraumlabor direkt an Bord können diese bereits ersten Untersuchungen unterzogen werden. Taufpatin dieses besonderen Forschungsschiffes ist Dr. Ilse Seibold. Sie ist Mikropaläontologin, Wissenschaftshistorikerin und Witwe des berühmten Meeresgeologen. 

Das Festsymposium wird gemeinsam vom GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel, der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) sowie dem Max-Planck-Institut für Chemie in Mainz (MPIC) veranstaltet. In den Vorträgen wird vor allem die Entwicklung der deutschen Meeresforschung seit Eugen Seibold näher beleuchtet. Hochkarätige Sprecher zeigen die verschiedenen wissenschaftlichen Gebiete und den Zusammenhang zu Seibolds Forschung sowie dessen Einfluss auf die aktuelle Meeresforschung in Deutschland auf.

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