Kiel Marine Science

Prof. Dr. Miriam Pfeiffer

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Research questions

Die Forschungsgruppe M. Pfeiffer beschäftigt sich hauptsächlich mit rezenten und fossilen Steinkorallen sowie den von ihnen aufgebauten Korallenriffe und Karbonatgesteine. Hermatype Korallen aus der Gruppe der Steinkorallen (Scleractinia) fungieren seit der Perm-Trias Grenze als die wichtigsten Riffbildner in den tropischen Ozeanen. Korallenriffe üben aufgrund ihrer Größe einen bedeutenden physikalischen und ökologischen Einfluss auf ihre Umgebung aus. Es sind die größten von Lebewesen geschaffenen Strukturen der Erde, die wichtigsten marinen Ökosysteme und Zentren der marinen Biodiversität. Die Gesamtfläche der heutigen Korallenriffe beträgt ca. 600.000 km². Korallenriffe sind von fundamentaler Bedeutung für Küstenschutz, Tourismus und Fischereiwirtschaft in den Tropen und Subtropen, und somit von enormer Bedeutung für die Entwicklungs- und Schwellenländern, in denen heute mehr als 40% der Weltbevölkerung leben.

Die mit Abstand größte Bedrohung für die heutigen Korallenriffe ist der anthropogen verursachten Anstieg der Meerwassertemperaturen. Dies wurde insbesondere durch das dritte globale Korallensterben während des El Niño-Jahres 2015/16 deutlich. Das Korallensterben wird durch ungewöhnlich hohe Meerwassertemperaturen verursacht. Diese werden von den mit Korallen in Symbiose lebenden einzelligen Algen (Zooxanthellen) nicht toleriert. Die Häufigkeit und Intensität dieser Massensterben hat in den letzten drei Jahrzehnten zuvor nicht gekannte Ausmaße erreicht und ist eine direkte Folge der globalen Klimaerwärmung. Diese gefährdet langfristig das Fortbestehen der Korallenriffe. Auf regionaler Ebene wirkt sich die zunehmende Umweltverschmutzung negativ auf Korallen aus und beschleunigt das Riffsterben. Diese Problematik kann mit modernen, analytischen Methoden der Paläontologie untersucht werden. So können in interdisziplinärer Zusammenarbeit mit Biologen, Geochemikern und Klima-Modellierern Prognosen für die zukünftige Riffentwicklung entwickelt werden.

Das Klima in den Tropen wird ebenfalls maßgeblich durch die anthropogen verursachte Erderwärmung verändert. Dies hat bedeutende gesellschaftliche Auswirkungen - schon in naher Zukunft werden deutlich mehr Menschen in den Tropen leben als in der restlichen Welt. Hier ist es besonders wichtig zu verstehen, wie sich die steigenden Meerwassertemperaturen auf die Niederschlagsverteilung und auf Extremereignisse wie z.B. tropische Wirbelstürme auswirken. Diese Problematik ist mit den aktuellen Klimamodellen schwer zu erfassen. Korallenbohrkerne bieten ein Archiv, mit dem diese Parameter in der jüngeren Vergangenheit ermittelt werden können, in denen die anthropogene Klimaerwärmung bereits greift. Diese Daten können unter anderem zur Modell-Evaluierung genutzt werden.

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